GESCHICHTE DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR LIEBENSTEIN

Am 11. August 1912 gründeten der Land- und Gastwirt Johann Frisch aus Liebenstein 1, der Bauer Anton Hennerbichler, Liebenstein 34 und der Bauer Franz Rockenschaub, Eibenberg 5, unter dem Vorsitz und den Anweisungen des Feuerwehrhautpmannes Karl Hahn aus Liebenau, die Freiwillige Feuerwehr Liebenstein. Der neu gegründeten Wehr traten damals auf Anhieb 31 Burschen und Männer bei. Noch im selben Jahr wurden eine Handspritze und 450 Kronen, 30 m Hanfschläuche um 68 Kronen sowie eine Steigerausrüstung um den Betrag von 95 Kronen angeschafft.

Bei der 1. Generalsversammlung am 26. Jänner 1913 waren 30 der 31 Mitglieder anwesend. Um dringend benötigtes Geld aufzutreiben, wurde schon am 31. August 1913 ein Fest abgehalten, das erste Gründungsfest.

Eine der ersten Bewährungsproben bestand die Liebensteiner Wehr 1913 beim Brand des Anwesen Haider in Windhagmühl 6. Zusammen mit der Feuerwehr aus Liebenau konnte der Brand mit Erfolg gelöscht werden

Ein Jahr später brach der 1. Weltkrieg aus und drohte alle Bemühungen, die so erfolgversprechend begonnen hatten zu zerstören. Nach dem Tod von Obmann Johann Frisch übernahm am 1. Jänner 1918 Anton Hennerbichler die Wehr. Das erste Zeughaus, ein Holzschuppen wurde errichtet. 1928 wurde der Bauer und Kaufmann Josef Punz neuer Feuerwehrkommandant. Die Wehr zählte zu dieser Zeit 40 Mitglieder. Im gleichen Jahr gab es einen der spektakulärsten Einsätze der damalingen Zeit. Am 8. August stand das "Holzwebergut" (heute Reichenberger) in Liebenau in Flammen. Im Protokolbuch ist vermerkt: "Nur dem selbstlosen Einsatz der Feuerwehrleute ist es zu verdanken, dass nicht auch alle umliegenden Häuser ein Raub der Flammen wurden".

Josef Punz führte die Wehr bis zum Beginn des ersten Weltkrieges. Durch die Wirren des Krieges kam es beinahe zum Untergang der Feuerwehr Liebenstein. In den Jahren von 1939 bis einschließlich 1946 gab es keinerlei Aufzeichnungen, nach Aussagen von Zeitzeugen auch keinerlei Tätigkeiten. Erst am 4. Juni 1947 gab es wieder ein Lebenszeichen. Der provisorische Obmann Josef Schübl unterrichtete bei einer Sitzung die anwesenden Kameraden, dass auf Grund der Kriegsereignisse alle vorherigen Funktionäre von ihrem Ämtern enthoben wurden. Die Feuerwehr Liebenstein müsste neu aufgestellt werden, er selber werde aber aus gesundheitlichen Gründen seinen provisorschen Obmann zurücklegen.

Am 14. August 1950 wurde die Wehr weider neu gegründet. Josef Hennerbichler aus Liebenstein 34 wurde zum neuen Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter wurde Johann Lehner aus Liebenstein 13. Zum Schriftführer und Kassier wurde der Gastwirt Leopold Gattringer bestellt. Die Wehr bestand aus 27 Mitgliedern.

Das neue Kommando setzte kräftige Impulse. Im Jahr 1951 begann am mit dem Neubau des Zeughauses, das den alten Holzschuppen ersetzen sollte. Dank der Robotleistungen der Bevölkerung und der Mithilfe der Gemeinde konnte der Bau im Jahre 1953 abgeschlossen werden. Im selben Jahr wurde auch der Löschteich errichtet. Am 9. August erfolgte die Segnung des Zeughauses.

Am 8. Dezember 1953 legte Josef Hennerbichler die Funktion zurück und als Nachfolger wurde der Land- und Gastwirt Leopold Gattringer gewählt. In seine Funtionszeit fallen unter anderem der Ankauf der ersten Motorsprite Type RW 25 mit 180 Metern Schläuche und der Kauf eines Rüstanhängers. Am 28. August 1955 wurde im Rahmen eines Festes die neue Spritze und der neue Löschteich gesegnet. 1958 zählte die Wehr 52 Mann. 1959 wurde die Alarmsirene angekauft und auf dem Haus Liebenstein Nr. 1 montiert.

Am 7. April wurde Franz Lehner zum Kommadanten gewählt. In seine Funktionszeit  fielen unter anderem der Kauf des ersten Löschfahrzeuges, der Neubau des Feuerwehrhauses 1980-1981, die Errichtung der Veranstaltungshalle, die Neuanschaffung der gesamten Ausrüstung, der Ankauf der Funk- und Atemschutzgeräte, die Funkalamierung sowie der Ankauf des LFB-A2 im Jahr 1991. Außerdem konnte der Mitgliederstand auf 100 Mann augestockt werden.

Nach 30-jähriger Tätigkeit legte der Kommadant Franz Lehner im April 1993 seine Funktion zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Josef Bröderbauer gewählt. Der neue Kommadant setzte mti seinem Team den erfolgreichen Weg fort. Eine der größten Herausforderungen unter seiner Amtszeit war der Neubau des Feuerwehrhauses in der Zeit von 2000 bis 2002 sowie die Errichtung der neuen Festhalle im Jahr 2006/07. Durch das große Engagement der vielen freiwilligen Helfer konnte die Feuerwehr auch diese Projekt erfolgreich abschließen. Im Jahr 2008 übernahme Markus Mühlbachler das Amt des Kommadanten der FF Liebenstein. Unter seine Amtszeit fallen der Kauf eines neuen hydraulischen Rettungsgerätes im Jahr 2009 sowie zahlreiche Neuanschaffungen der persönlichen Schutzausrüstung.

Im Jahr 2011 wurde ein VW-Bus angekauft, den man in Eigenregie zu einem KDO umbaute.


 


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